Der Hofburggarten – Ruhepunkt und Kraftzentrum | Keine aufdringlich-invasive Nutzung!

Die Hofburg Brixen und ihr Garten sind Brixens Ruhezone, aus der Lärm und Hektik verbannt sind, ein Ort der Erinnerung, der Würde und Beschaulichkeit.

Das Ensemble zeigt den Charakter Brixens als Residenz der Fürstbischöfe. Die Hofburg strahlt herrschaftliche Ruhe und Gemessenheit aus, der weitläufige Baumgarten korrespondiert mit dem für kleinstädtische Verhältnisse beeindruckenden Bau der Residenz.

Karl Wolfsgruber, langjähriger Landeskonservator und Direktor der Hofburg, der das Haus und die Anlage wie kein zweiter kannte, hatte seine eigene Vorstellungen zum Hofburggarten. Er betrachtete ihn als ruhig-abgeschiedene Bannzone, der Öffentlichkeit nicht zugänglich, als ein Stück Geheimnis im Herzen von Brixen.

Dieser Standpunkt war lange Zeit gut begründet, heute aber hat sich die Stadt gewandelt. Brixen hat an Grün eingebüßt, zugleich ist es zunehmend geprägt von Hektik, Verbauung und Umweltbelastungen.

In diesem Wandel könnte die Öffnung des Hofburggartens neue und wichtige Funktionen erfüllen: Als Ort beschaulicher Muße, als Kontrast zum stark belebten und belasteten Umfeld. So wie der Garten früher dem Fürsten zur Erholung diente, so könnte künftig die Bürgerschaft als neuer Souverän das Grün im Herzen der Stadt nutzen – nicht als Rummelplatz, sondern als Raum der Ruhe und Besinnlichkeit, als Platz zum Schlendern und zu gelassenem Verweilen.


Der Hofburggarten – ein Ort Ort beschaulicher Muße, als Kontrast zum stark belebten und belasteten Umfeld

Betrachtet man den prägenden Grundcharakter des Hofgartens, seine Ausstrahlung von Abgeschiedenheit und Ruhe, verbietet sich von vornherein seine aufdringlich-invasive Nutzung. Wer über das notwendige Gespür und ein wenig Sensibilität verfügt, wird eine erlebnisorientierte Big-Apple-Lösung in aller Entschiedenheit ablehnen. Die künftige Nutzung darf den Garten nicht zur Attraktion aufschaukeln, sondern muss seine Grundqualitäten herausarbeiten.

Die Intiative Pro-Pomarium hat dafür die richtigen Eckwerte herauspräpariert: Zeitlich begrenzte Öffnung für alle und zum Nulltarif, Betonung seines Charakters durch die Anlage eines Streuobstgartens. Eine reizvolle Mischnutzung als Promenade und Passage, als Lernfeld der Biodiversität, ein Billet für Brixens Rolle als nördlichste Apfelbauregion Südtirols und Italiens. Das ist ein Ansatz, den es zu fördern gilt. Kaum notwendig zu betonen, dass ich die Ziele und den Einsatz von Pro-Pomarium nachdrücklich unterstütze.

Hans Heiss

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