Bürgerfreundliche, gestalterisch und finanzielle zurückhaltende Nutzung | Wir wollen eine ökologisch nachhaltige Variante

Die Nutzung des Hofburggartens beschäftigt unsere Grüne Bürgerliste/Alternativa Ecosociale schon seit längerer Zeit; am 17. Juli 2009 und am 6. Februar 2010 haben drei unserer damaligen Gemeinderäte (Letrari, Beikircher, Dissinger) Anfragen an den Bürgermeister gestellt zur wenig transparent geführten Diskussion über die Nutzung des Hofburggartens in der Öffentlichekeit und im Gemeinderat, zu den hohen Kosten für die Erarbeitung eines Konzeptes sowie zur einseitigen Ausrichtung der Planung auf eine touristische Attraktion.

In zwei Pressekonferenzen (September 2009 und März 2010) forderte unsere GB L/AES den Bürgermeister und den Stadtrat auf, das Projekt Hofburggarten im Gemeinderat und mit der Bevölkerung umgehend offen zu diskutieren.

Die Position unserer GBL /AES war und ist klar:

  • die GBL/AES wünscht sich eine bürgerfreundliche, gestalterisch und finanziell zurückhaltende Nutzung des Areals Hofburggarten;
  • ein kostenfreier, beaufsichtigter Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger ist zu sichern; der Hofburggarten soll ein Ort sein, wo alle BürgerInnen Muße und Entspannung in einem historischen und ästetisch anregenden Grün-Ambiente finden. Das vorsichtig erschlossene Areal bildet automatisch eine touristische Attraktion und wertet die Hofburg auch ohne aufwändige Inszenierung erheblich auf;
  • es geht nicht um ein entlegenes Areal, sondern um die künftige Nutzung eines zentralen Stücks Brixen, vorab um Lebensqualität, Ästetik und Gestaltung der Altstadt.

Das Schicksal des Hofburggartens war für unsere GBL/AES so wichtig, dass wir es in den Koalitionsverandlungen eingehend thematisierten und in unser Koalitionsabkommen mit der SVP und dem PD einfließen ließen.

Darin kann nachgelesen werden, dass zur Gestaltung des Hofburggartens 2 – 3 Varianten vorgelegt werden, davon eine ökologisch nachhaltige; sollte es im Stadtrat zu keiner eindeutigen Entscheidung kommen, kann über eine Volksbefragung entschieden werden.

Als Stadträtin konnte ich am 21. Oktober 2010 der Vorstellung der vom Studio Steiner / Sarnen (Schweiz) ausgearbeiteten Vorschläge beiwohnen. Otto Steiner hat im Auftrag des damaligen Stadtrates eine “touristische Nutzung des Pomariums” ausgearbeitet, das “als touristishe Perle der Stadt Brixen” gestaltet werden soll.

Noch nicht gesehen habe ich die ökologisch nachhaltige Variante, die, so die Zusicherung des Bürgermeisters, am 4. November in der Cusanus Akademie gezeigt werden soll.

Die Diskussion wird mit der Vorstellung der verschiedenen Projekte beginnen und ich wünsche mir, dass sie sachlich geführt wird.

Die Bevölkerung soll sich einbringen und mitentscheiden, was mit unserem Hofburggarten geschehen soll. Die Einstellung unserer GBL /AES ist unverändert und es wird meine Aufgabe sein, unsere Position in die Entscheidungsfindung einzubringen.

Elda Letrari Cimadom

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3 Kommentare zu „Bürgerfreundliche, gestalterisch und finanzielle zurückhaltende Nutzung | Wir wollen eine ökologisch nachhaltige Variante

  1. Elda Letrari Cimadom hat sicher viel guten Willen, sie begeht aber den gleichen Gedankenfehler wie Willi Vontavon (immerhin gehören beide auch zur gleichen Stadtratsmehrheit). Es hat keinerlei Sinn, die Diskussion „mit der Vorstellung der verschiedenen Projekte zu beginnen“, wenn mit der Wahl des Planers (Eventmanager) und mit der Aufgabenstellung („touristische Attraktion“) die wesentlichen Entscheidungen bereits gefällt sind. Eine sachliche Diskussion kann es nur geben, wenn sie von vorne beginnt.

    1. Liebe Elda, die Wahl der Thematik („touristische Attraktion“) und des Eventplaners („Big Apple, Wasserwelten“) sei vor der Koalitionsvereinbarung gefallen (wurde mir aus dem Gemeinderat berichtet). Im Koalitionsvertrag habt ihr auf eine demokratisch und ökologisch gefundene Lösung für den Hofburggarten gesetzt. Ich denke dass eine breite Mehrheit der Brixner Bürger dafür sein wird, wenn die Diskussion ohne die bereits getroffenen Bedingungen nochmals von vorne beginnt, sachlich und ohne Geheimniskrämerei, und diese demokratisch im Sinne einer nachhaltigen Lösung zugunsten der historischen Bedeutung in den Vordergrund stellt. Brixen braucht hier keine „Attraktionen“ – wie Willy Vontavon meint – die hat es in dem Ensemble der Hofburg mit ihren Gärten bereits auf höchstem Niveau. Dies gilt es zu erhalten und nicht auf „touristische Attraktionsstärke“ herabzusetzen. Ich hoffe, dass die Grüne Bürgerliste diesen Wert erkennt und nicht aus koalitionspolitischen Gründen klein beigibt bloss weil ein Eventplaner bereits ein stolzes Honorar erhalten hat.

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