Wir freuen uns über die Initiative Pro Pomarium | Auch wir sind für eine sanfte Nutzung

Die Grüne Bürgerliste Brixen war bei der Gründungsversammlung der Initiative Pro Pomarium dabei und freut sich, weil sich diese Initiative für eine sanfte Nutzung des Hofburggartens einsetzt und somit ein starker Partner unserer Vorstellungen sein wird.

Besonders positiv ist uns in der Diskussion aufgefallen, dass die Initiative ihr Hauptaugenmerk auf die Aufklärung der BürgerInnen legen will, was Brixen – und deshalb wir BürgerInnen – für einen Schatz mitten in der Stadt besitzen und dass dieser für sich schon eine Attraktion ist.

Die GBL wird sich im Rahmen der Koalition für eine sanfte Nutzung voll einsetzen. Für den bisherigen Planungsfortschritt und die damit verbundenen Kosten fühlen wir uns nicht verantwortlich. Unser derzeitiger Wissenstand lässt uns aber feststellen, dass wir ganz am Anfang des Planungs- und Entscheidungsprozesses sind.

Wir ersuchen die Initiative Pro Pomarium, konsequent und hartnäckig alle Meinungen zuzulassen. Einig müssen wir uns aber sein, dass wir letztendlich nur über Lösungen diskutieren und entscheiden wollen, die den Denkmal- und Ensembleschutz respektieren.

Die GBL setzt sich für eine sanfte Nutzung des Hofburggartens ein und ist überzeugt, dass die  einmalige Wirkung dieses Ortes zur Attraktion für alle wird. Und unsere Gäste werden es zu schätzen wissen, dass wir nicht jeden Quadratmeter in Geld umsetzen wollen.

Sorge bereitet uns, dass diese Attraktion dazu führen könnte, dass sich zu viele Besucher im Garten aufhalten und dadurch das Ruhekonzept außer Kraft setzen.

Für eine sanfte Lösung! Während der Nacht natürlich geschlossen! Kostenloser Genuss für alle.

Die bisher fast im Geheimen erfolgte Arbeit an Nutzungskonzepten kann nun als beendet betrachtet werden und die breite Diskussion kann du muss beginnen. Und wir sollten uns alle (auch die Gemeindeverwaltung) nicht unter Zeitdruck setzen.

Es muss zu einer Lösung kommen, die uns Brixner und Brixnerinnen und damit auch unsere Gästen überzeugt. Der Denkmalschutz ist natürlich Ehrensache und Verantwortung zugleich.

Grüne Bürgerliste Brixen / Alternativa Ecosociale Bressanone

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6 Kommentare zu „Wir freuen uns über die Initiative Pro Pomarium | Auch wir sind für eine sanfte Nutzung

  1. viele schöne Worte. Lasst endliche Taten folgen und werdet konkret! Herauswinden kann sich die GBL nun nicht mehr. Ohne die Initiative „propomarium“ hätte die Regierungskoalition nochmals zugewartet mit Informationen. Von Transparenz und bürgernaher Verwaltung war bisher wenig zu spüren. Nun geht endlich ein Ruck durch die Mehrheit.

  2. Haben alle den Beitrag in den heutigen „Dolomiten“ gelesen?
    Unter „Nix wird durchgewinkt“ (auf Deutsch: „Nichts wird durchgewunken“) wünscht sich Bürgermeister Pürgstaller eine „sachliche Diskussion“.
    (Diskussionen sind wohl immer dann nicht sachlich, wenn andere Meinungen vertreten werden!)
    Dennoch:
    Ein Zeichen des eiligen Zurückruderns ist zu bemerken.
    Wohl auch weil sich der Koalitionspartner zu sperren scheint.
    Und verschiedene Gestaltungsvarianten sollen vorgestellt werden.
    Man darf gespannt sein.
    Dennoch ist es richtig, Fragen zum Verfahren zu stellen – schließlich sind zwei Jahre und über 140.000 Euro Steuergelder vergangen um jetzt plötzlich einen „Aufschluss über die Wünsche der Bevölkerung“ zu erlangen. Und auf einmal heißt es „dass der Garten jene Nutzung erhalten wird, die sich die Brixner wünschen“.
    Hätte man das nicht schon viel eher und kostengünstiger abfragen können?
    Mit diesem Geld hätte man schon den Garten mit seltenen und schon fast vergessenen Tiroler Apfelsorten auf einer Streuobstwiese einrichten können – nicht mal ein Planungshonorar wäre dafür angefallen denn das könnte jeder Gärtner durchführen.

    1. Die Initiative Propomarium ist vorbildlich! Durch sie wurde die Öffentlichkeit auf das Thema ‚Hofburggarten‘ vorbereitet, wodurch diese ihre Mündigkeit beweisen und die eigenen Vorstellungen von einer zukünftigen sanften Erholungsnutzung kraftvoll darlegen konnte.
      Herr Hempel, ich bin damit einverstanden, dass schon viel Geld und Zeit verflossen ist. Nicht einverstanden bin ich aber mit Ihrer Aussage, dass man ohne Planung eine Streuobstwiese hätte anlagen können.
      In den kurzen Jahren der Nutzung wären die verschiedenen Apfelsorten zu jung und damit zu wenig wirkungsvoll. Wenn die Bäume dann älter werden, ist es schade, sie heraus zu nehmen, weil sie nicht am richtigen Platz stehen, weil man den Garten nach bestimmten Kriterien anlegen will. Ohne die landschaftliche Planung eines solchen Gartens kommt man schließlich nicht herum.
      Als Experten im Bereich der Architektur hätte ich gedacht, dass Sie das auch so sehen.
      Das sehr fundierte und im Detail ausgeklügelte Planungskonzept von Frau Eva Maria Schgaguler, welches beiim Vorstellungsabend am 4. November breiteste Zustimmung fand, könnte als die ernst zu nehmende Planung betrachtet werden, auf die die weiteren Planungsschritte aufgebaut werden sollten.
      Darin könnten einige Ideen von Otto Steiner in Form von Detaillösungen einfliessen, aber unter der Obhut des Denkmalamtes und unter Regie von Frau Dr. Schgaguler.

  3. Info Abend der Gemeinde am 4. 11. 2010:
    Eindrucksvolles Votum der Bürgerschaft, Pro Pomarium sei Dank!

    Der gestrige Informationsabend der Gemeinde zur künftigen Nutzung des Hofburggartens verlief nicht ganz nach Wunsch der Veranstalter: Falls BM Pürgstaller erwartet hatte, dass den Vorstellungen von Chef-Inszenator Otto Jolias Steiner begeisterte Zustimmung folgen würde, wurde er leider enttäuscht. OJS‘ Präsentation der „Apfelwelten“ war zwar anregend, aber dieses Konzept soll nach dem Willen der Öbersten offenbar nicht in Brixen realisiert werden, da die Hochburgen des Apfelanbaus und die stimmenstarken Wahlbezirke doch eher im Burggrafenamt liegen. Sein Aufguss der „Wasserwelten“ war schludrig und ohne Biss. Kenne Otto J. Steiner von Trauttmansdorff her als blendenden Ideengeber, aber Detailfragen, Umsetzung und Kostenbewussetin sind nicht seine Stärke. Zudem war er damit beauftragt, ein touristisches Attraktionsmoment zu schaffen, aber der Hofburggarten ist eine städtische Herzkammer und kein USP!

    Anders das eher zufällig in die Präsentation gerutschte Konzept von Eva Maria Schgaguler: Ein Exempel an Einfühlsamkeit und Sensibilität, an Feinsinn für Brixens stille Aura, eine Vorstellung, die die anwesenden BürgerInnen großteils ins Herz traf und beinahe standing ovations hervorrief.

    Die anschließende Diskussion hat mich persönlich am meisten berührt: In den Beiträgen kam soviel Bürgersinn, Gespür für das Maß und die Verhältnisse Brixens sowie für die Zukunft der Stadt zum Ausdruck, dass es richtig gehend wohl tat. Wichtig die Kernfrage von Adolf Engl, warum dem Konzept für den Hofburggarten von vornherein ein touristischer Drive gegeben worden war, vorbei an den Anliegen der Bürgerschaft.

    Schade, dass „unsere“ Vertreter der Grünen Bürgerliste keinen Kommentar abgaben, es wäre eine gute Chance gewesen, das Profil in der Koalition zu schärfen. Stimmt mich nachdenklich.

    Last but not least: Ohne die druckvolle, zielbewusste und reflektierte Aufbauarbeit von Pro Pomarium wäre die Diskussion niemals so verlaufen. Wenn die Entwicklung um den Hofburggarten und damit um ein gutes Stück städtischer Zukunft nun neue Perspektiven gewonnen hat, ist dies ihr Verdienst und vorab das von Markus Lobis und des neuen Präsidenten Enrico De Dominicis.

    Fazit: Ich weiss nun wieder mal, warum ich gerne in Brixen lebe und vielen Bürgerinnen verbunden bin, gestern abend schien auch im Dämmerlicht der Cusanus kräftig die Heimatsonne.

    Hans Heiss

  4. Auch ich fand die Diskussion um den Hofburggarten sehr spannend. Das Konzept von Konzept von Eva Maria Schgaguler ist für mich das, was ich mir unter einer bürgerInnenfreundlicher Nutzung vorstelle und ich bin überzeugt, dass dieses vor allem dank der Vorarbeit und Sensibilisierung durch ProPomarium besonders gut aufgenommen worden ist.

    Vor allem die jungen Leute in und um Brixen sehnen sich nach Freiräumen, was bei dem Jugendforumgiovani klar herauskam. Gerade bei der Generation U30 gibt es einen klaren Trend der Rückbesinnung auf das langsame, das naturverbundene und wengier vom immer gleichen. Hektik und Abenteuer bietet ja der prekäre Arbeitsmarkt und teure Wohnungsmarkt der Generation Praktikum genug.

    Ich habe es bevorzugt, bei dem Abend nichts zu sagen und denen das Wort zu überlassen, die sich seit Jahren mit Herzblut mit der Thematik Hofburggarten auseinandersetzen – nur eine Sache ging irgendwie unter:

    Eva Maria Schgaguler hat eine sehr elegante sowie intelligente Lösung für einen bezahlten Eintritt gefunden:
    Laut ihr sollte ein Eintrittsgeld eingefordert werden, dieses allerdings als Gutschein, der dann innerhalb des Gartenbereiches eingelöst werden könne. Ähnliche symbiotische Lösungen kenne ich aus größeren Städten und sie werden dort gut angenommen.

    Auch die Idee, dass eine Genossenschaft oder ein Verein den Garten den Garten ohne Gewinnabsicht führen könnte, finde ich spannend, da es auch hier wichtig ist, dass wir BrixnerInnen die Zukunft des Gartens selbst in der Hand halten können.

    Mein Engagement wird in diese Richtung gehen. Derweil herzlichen Dank an die engagierten BürgerInnen von ProPomarium für den Einsatz fürs Allgemeinwohl.

    Andi Pichler

    Gemeinderat der Grünen Bürgerliste / Consigliere Comunale della Lista Alternativa Ecosociale

  5. Sehr zu staunen, wie reif, sachlich und sensibel sich die Bevölkerung für das zu definierende Projekt verhält,
    wahrscheinlich sehr zum Erstaunen der Oberen.
    Franz Schrentewein, Gutachter.

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